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Riester / Rürup

Die staatlich geförderte Altersversorgung

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Alternativlos: Die Riester-Rente

2002 wurde die gesetzliche Rente verringert. Um die entstandene Lücke füllen zu können, wurde die Riester Rente und etwas später die Basis (Rürup) Rente eingeführt. Beides sind Renten, die lebenslang gezahlt werden.

Besparen Sie Ihren Riester-Vertrag, unterstützt der Staat Ihren Spareifer in Form von Zulagen und Steuerersparnissen. Seit dem 1. Januar 2008 erhalten alle Riester-Sparer eine Grundzulage von 154 €. Für jedes Kind, für das in dem Kalenderjahr mindestens 1 Monat  Kindergeld gezahlt wird, erhalten Sie weitere 185 €. Wenn die Sprösslinge ab 1. Januar 2008 das Licht der Welt erblickt haben, sind es sogar 300 € Kinderzulage pro Kind.

Wer die volle Zulage erhalten möchte, muss mindestens vier Prozent seines Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der oben genannten Zulagen in seinen Riester-Vertrag einzahlen. Die Gesamthöhe ist allerdings mit 2.100 € nach oben begrenzt.

Wird nur anteilig eingezahlt, erhalten Sie auch nur die anteilige Zulage. Der Mindestbeitrag liegt bei 60 € im Jahr.

Sofern es für sie günstiger ist, können Riester-Sparer ihre Einzahlungen als Sonderausgaben geltend machen. Das Finanzamt prüft von Amts wegen die günstigere Variante (“Günstigerprüfung”). Damit wird es auch für Besserverdiener und alle in der Steuerklasse I eingestuften Sparer sehr interessant zu „riestern“.

Riester Sparer die ihr 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, unmittelbar zulagenberechtigt  und nach dem 31. Dezember 1982 geboren sind, erhalten einmalig 200 € Berufseinsteiger Bonus.

Der Generationenvertrag kippt

Wer denkt, dass die Riester-Rente eine zusätzliche Altersversorgung ist, die das bisherige Renten-Niveau anhebt, der irrt.

Tatsächlich wurde durch die große Rentenreform des Jahres 2002 die Rente erheblich gekürzt. Das entstandene Minus kann selbst durch die volle Ausschöpfung der Riester-Rente nur annähernd aufgefangen werden.

Drei Säulen der Altersversorgung sollen Ihnen einen finanziell sorgenfreien Lebensabend ermöglichen:

  • Die gesetzliche Rente
  • Die private Altersvorsorge
  • Die betriebliche Altersversorgung mit ihren fünf Durchführungswegen

Hohe steuerliche Förderung mit der Rürup Rente (Basis Rente)

Deutschland riestert. Mehr als zehn Millionen Verträge haben die Bundesbürger abgeschlossen. Doch was machen diejenigen, die keine Riester Förderung erhalten? Antwort: Sie „rüruppen“. Seit 2005 gibt es das Angebot für Selbstständige und Freiberufler, die nicht im gesetzlichen Rentensystem versichert sind. Aber auch Arbeitnehmer können steuerbegünstigt für den Ruhestand vorsorgen.

Das kann sie sich steuerlich richtig lohnen. Es gibt zwar keine Zulagen vom Staat wie bei der Riester-Rente, dafür akzeptiert das Finanzamt hohe Abzugsbeträge. „Vor allem Selbstständige und Freiberufler, aber genauso gutverdienende Arbeitnehmer und Beamte profitieren in der Einzahlungsphase von Steuerersparnissen“, stellte auch schon Stiftung Warentest fest.

Das Finanzamt erkennt die Steuervergünstigungen bis zur Höhe von 20 000 Euro für Alleinstehende und 40 000 Euro für Ehepaare an und zieht jedes Jahr 2% mehr als Sonderausgaben ab – bis zum Jahr 2025. Dann sind 100 Prozent steuerfrei. Das sind 2013 bis zu 15.200 Euro für Singles, bzw. 30.400 Euro für Ehepaare. Steuervorteile vor der Rente werden mit Steuernachteilen im Alter erlangt: Rürup-Rentner müssen Leistungen aus der Rürup-Rente (“Basis-Rente”) voll mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Die Police ist nicht beleihbar und vererbbar. Eine vorzeitige Kapitalauszahlung ist nicht möglich. Vorteil: das Guthaben ist nach gängiger Rechtsprechung konkurs-, pfändungs- und Hartz IV-sicher. In der Leistungsphase besteht Pfändungsschutz innerhalb der Pfändungsfreigrenzen. Das gleiche gilt für den Insolvenzschutz. Sollte also das Leben anders spielen als geplant, muss das Rürup-Vermögen nicht angetastet werden, bevor z.B. Arbeitslosengeld II fließt.

Die Rürup Rente ist nicht für jedermann geeignet. Dort wo sie passt, bietet sie aber ganz erhebliche Vorteile!

  Ansparphase:  absetzbare Sonderausgaben   (Beispiel: jährlicher Beitrag von 4.200 €)
 Steuerjahr

2013

2014

2015

ab   2025

 Anteil

76   %

78   %

80   %

100   %

 Betrag

3.192   €

3.276   €

3.360   €

4.200   €

 

 Auszahlungsphase:  steuerpflichtiger Teil im Erstjahr des Rentenbezugs, sowie maßgeblicher Prozentsatz zur Berechnung des auf Dauer festgelegten steuerfreien Rentenanteils, berechnet vom Jahresbetrag des Folgejahres
 Rentenbeginn  2013  2018  2019  2020  2021  2022  …  2038  2039  ab 2040
 Besteuerungsanteil  66 %  76 %  78 %  80 %  81 %  82%  …  98 %  99 %  100 %

Quelle: Wikipedia

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