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Krankentagegeld

Arbeitsunfähig oder krank und Konto leer?

Eine Krankentagegeldversicherung schützt Sie vor den gravierenden finanziellen Folgen, die ein Verdienstausfall aufgrund von Arbeitsunfähigkeit mit sich bringen kann.

 

Was zahlt der Arbeitgeber und die gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)?

Sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert, erhalten Sie für mind. 6 Wochen weiter Lohn von Ihrem Arbeitgeber (Entgeltfortzahlung) – allerdings nur den Grundlohn ohne Zulagen oder Überstunden. Nach den Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber zahlt die (GKV) für max. weitere 72 Wochen ein Krankengeld.

 Wie hoch ist mein Krankengeld?

Das Krankengeld beträgt 70 Prozent Ihres regelmäßigen Bruttoeinkommens. Es darf jedoch nicht höher als 90 Prozent Ihres Nettoeinkommens sein. Außerdem werden vom Krankengeld noch die Beitragsanteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen.

In der Regel bedeutet dies 20 %, bei Schichtarbeitern sogar rd. 30 % weniger Einkommen.

Zur Berechnung des von Ihrer GKV gezahlten Krankentagegeldes werden nur Einkommensanteile bis zur Höhe der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze (3.825,00 € Stand 2012) berücksichtigt. Übersteigende Einkommensanteile fallen aus der Berechnung heraus.

Geringfügig Beschäftigte (Minijobber, 400-Euro-Jobber) haben keinen Anspruch auf Krankengeld.

 

Beispielrechnung:

Bruttoentgelt: 1.500,00   EUR
Nettoentgelt: 1.074,39   EUR
70 % des   Bruttoentgelts: 1.050,00   EUR
90 % des   Nettoentgelts: 966,95 EUR
= Bruttokrankengeld   pro Monat: 966,95 EUR
./. Beitragsanteil   zur Rentenversicherung 94,76 EUR
./. Beitragsanteil   zur Arbeitslosenversicherung 14,50 EUR
./. Beitragsanteil   zur Pflegeversicherung 9,48 EUR
Krankengeldauszahlbetrag   pro Monat 848,21 EUR

Selbständige die in der GKV versichert sind, können sich auch bei der GKV mit einem Krankengeld absichern. Die Höhe reicht jedoch meist nicht aus.

 

Wer sollte eine private Krankentagegeldversicherung abschließen?

Wichtig wird eine private Krankentagegeldversicherung, wenn Sie hohe Fixkosten und laufende Kreditverpflichtungen haben, z.B. für die Finanzierung von Wohneigentum, für Kfz-Leasingverträge oder Unterhaltsverpflichtungen. Auch wenn Sie sehr gut verdienen und über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, sollten Sie sich gegen einen geringen Beitrag durch eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung abzusichern.

 

Als Angestellte(r) können Sie ein ergänzendes privates Krankentagegeld ab dem 43. Tag hinzuversichern.

Das Krankentagegeld darf zusammen mit sonstigen Krankentage- und  Krankengeldern (z.B. Verletztengeld, Übergangsgeld) das Nettoeinkommen nicht übersteigen; maßgebend für die Berechnung des Nettoeinkommens ist der Durchschnittsverdienst der letzten 12 Monate vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit.

 

Als Selbständige(r) könnten Sie je nach Gesellschaft und Tarif schon ab dem 1. Tag bzw. dem 8.Tag mit einem Krankentagegeld beginnen.

Die Abrufzeitpunkte sind wochenweise gestaffelt, im Regelfall bieten die Versicherer den 1., 8., 22., 29., 43., 93., 186., 365. Tag als Abrufzeitpunkt an.

Je früher Ihre Tagegeldversicherung leisten soll, umso teurer ist der dafür zu bezahlende Monatsbeitrag. Abhängig von Ihren Rücklagen und Fixkosten können Sie das benötigte Krankentagegeld auch staffeln:

Indem Sie beispielsweise ab dem 22.Tag eine Krankentagegeldzahlung in Höhe von 50,- € vereinbaren und bei länger andauernder Erkrankung oder Unfallfolgen, folgt ab dem 43. Tag ein zusätzliches Krankentagegeld in Höhe von 75,- €, so dass Sie am 44. Tag insgesamt eine Tagegeldleistung von 125,- € erhalten würden.

 

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